Der leere Briefkasten

In den letzten Tagen warte ich sehnsüchtig auf den Brief vom Jugendamt. Als Ben Anfang November beim Jugendamt nachgefragt hat, ob unser Antrag überhaupt eingegangen ist, wurde ihm gesagt, dass wir so um den 10. Dezember herum einen Brief bekommen. Nun ist der 10. Dezember. Der Briefkasten ist immer noch leer.

Der Brief ist natürlich nur der erste Schritt. Aber er wäre immerhin ein sichtbares Zeichen dafür, dass das Verfahren in irgendeiner Form vorangeht.

Gleichzeitig habe ich Angst vor dem Brief. Was, wenn wir gar nicht ins Verfahren aufgenommen werden? Vielleicht war unser Fragebogen nicht überzeugend genug, vielleicht ist unsere Wohnung zu klein oder mein Einkommen zu gering…

Aus dem Adoptionsverfahren ausgeschlossen zu werden, stelle ich mir fast noch bitterer vor als die Diagnose der Unfruchtbarkeit. Dass mein Körper kein Kind austragen kann, damit habe ich mich mehr oder weniger abgefunden. Aber sollte mir jemand sagen: „Ich halte sie nicht für fähig, eine Mutter zu sein.“ Keine Ahnung, wie ich damit leben könnte. Deshalb habe ich auch Angst vor dem Brief und dem ganzen Verfahren.

 

 

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Ein Gedanke zu “Der leere Briefkasten

  1. Habt noch ein bisschen Geduld, es ist Samstag und all die Weihnachtspost, da kann sich so ein Brief mal verspäten:)
    Uuuund: Ich glaube, dass sie Euch sicher bereits bei den Gesprächen gesagt hätten, wenn ihr nicht als Adoptiveltern in Frage kommen würdet…weswegen sollte das überhaupt der Fall sein?!
    Alles wird gut😚

    Gefällt 1 Person

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