Die Warteschleife beginnt

Das Wochenende auf der Tagung war sehr schön. So schön, dass ich nicht einmal richtig gewartet habe. Natürlich habe ich ab und zu an die IUI gedacht, aber ohne starke Hoffnungen und Ängste. Eher so, wie man auch an andere Dinge denkt, die man getan hat oder noch erledigen möchte. Eine Freundin aus der Fachschaft hatte ihre Tochter (1 Jahr alt) dabei und ich konnte in der Pause ein wenig mit ihr spielen, ohne dass mich das für den Rest des Tages traurig gemacht hat.

Einen schönen Moment lang schien es mir, als könnte ich einfach so weiterleben. Als könnte ich sogar mit allen Behandlungen aufhören. Nicht aus verzweifelter Resignation, sondern einfach, weil ich es nicht mehr möchte, weil ich ohne glücklich bin und mir nichts mehr fehlt.

Doch heute begann die übliche Warteschleife: Hoffnung, bei jedem kleinen Ziehen, Verzweiflung, weil eigentlich kein Anzeichen da ist, Wut auf meinen unfähigen Körper, Müdigkeit vom Progestan. Und die mögliche Zukunft ohne Kinder scheint wieder so düster und beängstigend wie eh und je.

 

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3 Gedanken zu “Die Warteschleife beginnt

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