Zeitfluss

Meine Doktorarbeit liegt jetzt in der Druckerei und in gewisser Weise enden damit drei doch recht prägende Jahre meines Lebens.

Es wird ja gesagt, dass man die Zeit auf zwei Weisen wahrnehmen kann – zyklisch oder sich fortschreitend auf einer Linie bewegend (vielleicht gibt es auch Mischformen).

Wenn ich auf die letzten drei Jahre zurückblicke, merke ich, dass mein Zeitempfinden mehr oder weniger gespalten ist. Einerseits ist da eine Art gerades Fortschreiten – erst eine Idee, dann ein Expose, dann wachsen die Dateien im Ordner und schließlich ist eine Arbeit fertig. Erst war ich Studentin, dann Doktorandin, nun vielleicht bald Post-Doc. Andererseits ist das der seit drei Jahren wiederkehrende Zyklus: Reifung – vielleicht Zeugung – Warten, Bangen, Hoffen – Blut.

Blicke ich auf die letzten  drei Jahre zurück, erscheint mein Leben sich schnell entwickelt zu haben und doch eingefroren zu sein, bin ich stolz auf das Erreichte und empfinde doch, versagt zu haben und auf der Stelle zu treten.

 

 

 

 

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